Making Feminism A Threat

Making Feminism A Threat

ES REICHT. UND ZWAR SCHON IMMER!

Zum internationalen Frauen*kampftag auf die Straße gehen – gegen sexualisierte Gewalt und gegen jeden Sexismus!
Make feminsm a threat – gemeinsam im linken, radikalen, queeren und feministischen Block auf der Frauen*kampftagsdemo am 6. März um 13 Uhr in Berlin, Treffpunkt Rosa-Luxemburg-Platz. [+ am 12.März um 13 Uhr in Köln, Treffpunkt Domplatte]

Sexualisierte Gewalt ist nicht erst seit den Übergriffen in der Silvesternacht ein massives Problem. Und sie war auch nie ein besonderes Problem „fremder“ Männer. Sie ist ein Problem struktureller Männlichkeit und das heißt: ein Problem, seit diese herrscht. Den allergrößten Teil sexualisierter Übergriffe begehen Täter aus dem Bekanntenkreis der Betroffenen, in über zwei Dritteln der Fälle ist dabei die eigene Wohnung der Tatort.

Ein ‚nein‘ heißt in Deutschland zudem noch immer nicht ‚nein‘. Von sexualisierter Gewalt Betroffene müssen beweisen, dass sie sich gewehrt haben. Nur etwa ein Fünftel der Taten werden angezeigt, nur ein Bruchteil der angezeigten Täter überhaupt verurteilt.

Sexismus hat viele Formen und sexualisierte Gewalt ist eine besonders brutale von ihnen. Die kapitalistische Konkurrenzgesellschaft belohnt „männliches“ Verhalten wie Aggression und Egoismus, allerdings vor allem bei Männern. Die patriarchiale Geschlechterordnung, also der Vorrang von Männlichkeit, gibt Männern dabei die Verfügungsgewalt über die Arbeit und Körper von Frauen*.
Auch in Deutschland herrscht eine Kultur vor, die Sexismus und sexualisierte Gewalt verharmlost. Dafür braucht es keine sogenannten „Pick-Up-Artists“, die sexuelle Übergriffe auf Frauen* als Spiel und den Einsatz von Gewalt als legitimes Mittel verkaufen. Schon die Werbung zeigt täglich tausendfach: „Mädels, eure Meinung zählt nicht!“und „Männer, nehmt euch, was ihr wollt!“

Diese vorherrschende Form von Männlichkeit ist gebunden an eine Norm von Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität. Trans*- und Inter*personen, sowie queere, lesbische oder schwule Menschen, die sich jenseits dieser Normen verorten, sind deshalb noch stärker von sexualisierter Gewalt betroffen.

Zudem konstruieren rassistische Darstellungen Weiße Frauen* als „rein“, Women* of Colour dagegen mal als hypersexuell und freizügig, mal als besonders schwach und unterwürfig – und machen sie damit in beiden Fällen zu einer noch stärker gefährdeten Betroffenengruppe. Illegalisierte Frauen* sind noch schutzloser, weil ihnen nicht einmal die (ohnehin ungenügenden) Mittel des Rechtsstaates zur Verfügungs stehen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Das Problem ist patriarchale Männlichkeit. Uns reicht es.
Sexualisierte Gewalt verhindern! Patriarchat abschaffen! Geschlechterverhältnisse auflösen!

Infos | Busfahrkarten unter makingfeminismathreat.blogsport.de.